Ehemalige Schleuse Große Tränke. Foto WSA Berlin

 

Die Spree-Oder-Wasserstraße ist 130,15 km lang. Sie fasst die Abschnitte Untere Spree, Berliner Spree, Treptower Spree, ein Teilstück der Dahme sowie den 87,77 km langen Oder-Spree-Kanal zusammen. Mit diesem zwischen 1887 und 1891 geschaffenen Bauwerk wurde der Schifffahrt die beschwerliche Fahrt über die mäanderartig verlaufende Müggelspree mit ihrem starken Gefälle erspart.

Der Kanal beginnt am Seddinsee, führt durch den Schmöckwitzer Werder, kreuzt den Wernsdorfer See und trifft bei Wernsdorf auf die erste Schleuse (Fallhöhe 4,50 m). In dieser Höhe geht es über die nur für die Begrenzung des Hochwassers errichtete Schleuse Große Tränke (die 2004/05 abgerissen wurde) bis zur Schleuse Fürstenwalde (Fallhöhe 1,03 m). Von hier verläuft der Kanal weiter bis zur Kersdorfer Schleuse (Fallhöhe 2,89 m). Mit der Scheitelhaltung zwischen Kersdorf und Eisenhüttenstadt wird die Wasserscheide zwischen Spree und Oder und damit zwischen Nord- und Ostsee überwunden. Bis zum Oderabstieg über die ehemalige dreistufige Fürstenberger Schleusentreppe (Fallhöhe je 4,40 m), die im Jahre 1929 durch die Zwillingsschachtschleuse ersetzt wurde, bleibt diese Wasserspiegelhöhe unverändert.

Entstanden waren Kanalstrecken mit 14,00 m Sohlenbreite und 2,00 m Wassertiefe vom Seddinsee bis Große Tränke (24 km) sowie vom Kersdorfer See bis Fürstenberg (36 km). Zwischen Große Tränke und dem Beginn der Drahendorfer Spree wurde der historische Lauf der Fürstenwalder Spree (20 km) genutzt. Einbezogen wurde auch ein Teil des Friedrich-Wilhelm-Kanals zwischen Buschschleuse (am Abzweig des Neuhauser Speisekanals) und Schlaubehammer (12 km). Das Reststück zur Oder verlor mit der Eröffnung des Oder-Spree-Kanals seine Bedeutung. Die heutige Landeswasserstraße führt seit 1951 den Namen „Brieskower Kanal" und dient seither der Wasserabführung sowie touristischen Zwecken. Von Schlaubehammer bis zur Fürstenberger Schleusentreppe wurde ein neues Kanalbett von rund 18 km Länge geschaffen.

Ein erheblicher Teil der Trasse wurde als Dammstrecke ausgeführt. Da auf diesen Abschnitten der Wasserspiegel über dem Gelände liegt, wurden 330 m hinter der Wernsdorfer Schleuse (km 47,93), 3500 m oberhalb von Kersdorf an der Sandfurtbrücke (km 93,32) sowie bei Schlaubehammer (km 108,98) und Fürstenberg (km 125,50) in das Kanalbauwerk selbsttätige Sicherheitstore mit je zwei Öffnungen von nur 8,60 m Breite eingebaut. Nachdem sich die Dichtigkeit der Dämme erwiesen hatte, wurden die den Schiffsverkehr stark behindernden Anlagen beseitigt.

Wernsdorf, Große Tränke, Kersdorf und die drei Fürstenberger Schleusen erhielten beim Erstbau nutzbare Abmessungen von 55,00 m Länge und 8,60 m Breite mit 2,50 m Wassertiefe. Da in Fürstenwalde bereits zwischen 1732 und 1738 ein Schleusenbauwerk errichtet worden war, wurde die Schleusenkammer nun auf eine Länge von 68,00 m gebracht ...

 

Informationen zur ehemaligen Schleuse Große Tränke

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Ausführlicher Text Große Tränke

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