Schleuse Mühlendamm. 1893. Foto Centralblatt der Bauverwaltung

 

Die Mühlendammbrücke markiert die älteste Überquerung der Spree im Berliner Stadtgebiet. Der im 13. Jahrhundert zwischen Berlin und Cölln gebaute „Molendamm“ war Wehr und Mühlenstau zugleich. Damm und Mühlen unterbanden allerdings den Schiffsverkehr im natürlichen Flusslauf der Spree. Hier mussten die auf dem Wasser transportierten Waren aus- und auf andere Schiffe jenseits des Mühlendammes umgeladen werden. In der Folge entstand ein bedeutender Umschlagplatz.

Erst im Jahre 1578 wird in dieser Gegend von einer Schleuse „auf dem Werder“ berichtet. Sie entstand im Köllnischen Stadtgraben, dem heutigen Spreekanal. Dieser zweigt (unter dem Namen Friedrichsgracht) vor der Mühlendammschleuse von der Spree in Richtung Spittelmarkt ab, verläuft (als Schleusenkanal) parallel zur Oberwasserstraße, und führt zwischen Unterwasserstraße und Schlossplatz sowie Zeughaus und Lustgarten (als Kupfergraben) zum Bode-Museum, wo er wieder in die Spree mündet. Bis zur Fertigstellung der Mühlendammschleuse im Jahre 1894 wurde der Schiffsverkehr in der Berliner Stadtmitte über das „Nadelöhr“ dieser Stadtschleuse (unmittelbar neben dem heutigen Auswärtigen Amt) abgewickelt.

Nachdem Berlin 1871 Hauptstadt des Deutschen Reiches wurde, setzte sich die Überzeugung durch, dass die in der Stadtmitte zwischen der oberen und unteren Spree vorhandene Schifffahrtsverbindung dem Verkehrsaufkommen nicht mehr genügt. Im „Centralblatt der Bauverwaltung“ veröffentlichte Oberbaurat Adolf Wiebe im Juli 1881 einen Beitrag zur „Canalisirung der Unterspree von den Damm-Mühlen in Berlin bis Spandau“. Das Projekt beabsichtigte, „a) Der Unterspree eine bestimmte Normalbreite zu geben und größere Regulierungen ihrer Richtung vorzunehmen, b) die Sohle so tief zu legen, dass sie beim kleinsten Wasserstande eine Schifffahrtstiefe von 1,5 m gewährt, deren Vergrößerung bis auf 2 m offen gehalten wird, c) bei Charlottenburg ein Stauwerk zu erbauen, um den Wasserstand in der Stadt entsprechend regeln zu können, d) den Stau der Berliner Dammmühlen anderweitig einzurichten, um einerseits die Hochwasserführung aus der Oberspree zu verbessern, andererseits die Schifffahrtsstraße direkt hindurch zu führen“ ...

 

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