Schleuse Neuhaus. Foto Peter Hahn, 2007

 

Die Geschichte der Schleuse Neuhaus beginnt eigentlich im 17. Jahrhundert. Damals ließ der Große Kurfürst den sogenannten „Neuen Graben“ oder „Müllroser Canal“ realisieren, der später Friedrich-Wilhelm-Kanal genannt wurde. 1668 war die erste schiffbare Verbindung zwischen Spree und Oder vollendet. In einer um 1780 veröffentlichten Dokumentation wird die „Neuhauser Schleuse“ mit einem Gefälle von 8 ½’ erwähnt, die von der Müllroser Schleuse 2708 Ruten entfernt liegt.

Die etwa 23 Kilometer lange Wasserstraße zweigte am Wergensee bei Neuhaus von der Spree ab und führte unter Nutzung von Teilabschnitten der Schlaube über 13 Schleusen zur Oder bei Brieskow. Die Fallhöhe von der Scheitelhaltung bis zur Spree betrug etwa 3,80 m, die zur Oder etwa 18,85 m.

Ein Gedenkstein an der Schleuse Finkenheerd erinnert daran, dass die Schleusen des Friedrich-Wilhelm-Kanals im 19. Jahrhundert „neu erbaut“ wurden: Brieskow 1827/28, Neuhaus 1839/40, Finkenherd 1842/43, Hammer 1843/44, Ober-Lindow 1846/47, Hammerfort 1851/52, Weißenspring 1858/59, Müllrose 1862/63 und Weißenberg 1867/68. Entstanden waren nun zweischiffig ausgelegte Schleusenkammern mit versetzten Häuptern, die gleichzeitig zwei Finowmaßkähne von 40,20 m Länge und 4,60 m Breite aufnehmen konnten.

Mit dem Aufkommen der Schleppdampfer wurde der Friedrich-Wilhelm-Kanal mit einer Wasserspiegelbreite von 18,80 m und einer Wassertiefe von 1,90 m zu eng und wegen der Vielzahl von Schleusen auch unwirtschaftlich. Die wichtigste Verbindung zwischen Hamburg, Berlin und Breslau geriet nach über 200 Jahren an ihre Kapazitätsgrenze.

1886 wurde der Bau des Oder-Spree-Kanals beschlossen. Ein Jahr später fand bei Große Tränke die Grundsteinlegung statt. Auf dem Gelände der „Königlichen Wasserbau-Inspektion Fürstenwalde“ wurde ein Bauhauptbüro eingerichtet. 1891 wurde die 87,7 km lange Wasserstraße eröffnet ...

 

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