Zitadelle und Schleuse Spandau. Foto WSA Berlin

 

Die Geschichte der Schleuse Spandau beginnt am 7. März 1232. Mit einer Urkunde der Markgrafen von Brandenburg erhielt Spandau das Recht, eine Flutrinne mit einer Staustufe anzulegen, in der dreißig Jahre später Wassermühlen entstanden. Diese Flutrinne teilte eine Havelinsel in zwei Teile. Auf dem nördlichen Areal befindet sich (heute) die im 16. Jahrhundert angelegte Zitadelle, auf dem südlichen Teil die Altstadt von Spandau.

Mit der Staustufe wurde die Havel in ein Oberwasser und in ein Unterwasser geteilt. Wenn dieser Stau geöffnet wurde, konnten die in der Flutrinne bereitliegenden Schiffe mit der Flut vom Ober- ins Unterwasser geschleust werden, wobei sie in umgekehrter Richtung aufwärts gezogen werden mussten. Diese Anlage war vor Erfindung der Kammerschleuse die einfachste Methode zur Überwindung der Staustufe.

Die erste Kammerschleuse muss um 1550 entstanden sein, da im Jahre 1572 bereits eine Schleusenordnung dokumentiert ist. Nach dem Bau des Finowkanals (1605-1620) wurde ein Schiffsverkehr von der Berliner Unterspree über die Schleuse Spandau und die Havel zur Oder möglich. Um das Jahr 1723 wurde eine neue Schleuse mit 51,00 m Länge in massiver Bauweise auf Pfählen errichtet, die wegen Baufälligkeit 1816/19 durch einen Neubau mit Abmessungen von 62,00 m Länge und 7,00 m Breite ersetzt wurde.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Großschifffahrtweges von Berlin nach Stettin für den Verkehr mit 600-t-Schiffen stehen die Spandauer Neubauten von Schleuse und Freiarche (Flutrinne), die 1911 in Betrieb genommen wurden. Die Schleusenkammer mit einer nutzbaren Länge von 67,00 m und einer Breite von 10,00 m entstand westlich der Anlage von 1816/19. Dazu kam, dass die vorhandene Freiarche erweitert werden mußte, um den Klagen der Wiesenbesitzer oberhalb Spandaus über mangelnde Vorflut bei hohen Wasserständen zu begegnen. Da es galt, neben der sich in Betrieb befindlichen alten Schleuse eine Zweitanlage zu bauen, blieb für die neue Freiarche nur eine ungenügende Breite von 6,00 m. So entstand zur Wasserabführung im Zitadellengraben das Zitadellenwehr (eine zweite Freiarche mit einem Segmentwehr von derselben Breite). Im Jahre 1997 wurden das Segment und der Antrieb des Zitadellenwehrs erneuert ... I

 

Informationstafel zur Schleuse Spandau

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Ausführlicher Text zur Schleuse Spandau

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