Nicht nur für die „Frankfurter Rundschau“ war es eine „Sternstunde, ein New Yorker Abend im Frankfurter Theater am Turm (TAT), vom Publikum im vollbesetzten Haus mit Ovationen aufgenommen“, aber es war in diesen ersten Junitagen des Jahres 1985 auch eine Stunde, in der wir ahnten, dass einem großen Theatermann nicht mehr viel Zeit zum Leben blieb. Julian Beck, der 1947 in New York zusammen mit Judith Malina das „Living Theatre“ gegründet hatte, „gab“ nun als Sechzigjähriger Becketts „That Time“ („Damals“), ein Text, der zu den großen Dichtungen des 20. Jahrhunderts gehört und von der Rückkehr an den Schauplatz einer Kindheit erzählt. Wir hatten gute Tage am Main, Tage, in denen das off-off-Theater, in dem er Theatergeschichte gemacht hat, noch einmal lebendig wurde. Drei Monate später, am 16. September 1985, starb Julian Beck an Krebs.

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