Foto: Max Missmann, 1905

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der vornehmste öffentliche Stadtraum

Frankfurter Allgemeine, 17. November 2005

 

Die Schönheitskur für den Boulevard Unter den Linden ist im Gang. Die Fahrbahnen werden schmaler, die Gehwege breiter, die Parkplätze auf dem Mittelstreifen verschwinden und die Peitschenleuchten werden durch historisierende Kandelaber ersetzt. Fürs Flanieren sorgen Plattenbahnen aus grauem Granit. Das alles dient dem guten Zweck, das „Forum Fridericianum" wieder als „vornehmsten öffentlichen Stadtraum" erlebbar zu machen.

Mitte des 18. Jahrhunderts wollte Friedrich der Große zwischen Linden und Behrenstraße das Zentrum der preußischen Monarchie entstehen lassen. Groß waren die Pläne, Wissenschaft, Kunst, auch ein neues Schloss, wesentlich kleiner wurden sie Realität. Als erster Bau entstand 1741 das Opernhaus, der „neueste, längste und breiteste“ Theaterbau und mit zweitausend Plätzen der größte in Europa obendrein. In der Tat hatte Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff mit diesem „korinthischen Tempel“ Maßstäbe gesetzt: Er kehrte dem gängigen Barock den Rücken und bereitete den Boden für den Klassizismus ...

 

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