Quelle: gkk-architekten

Gute Hörsamkeit im Admiralspalast

MAZ, 30. August 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir machens mitten in Berlin. Dieser schlichte Spruch reichte, um die Schickeria von Donau, Isar, Main, Rhein und Spree in die Berliner Mitte zu holen. Was als schillernde Wiedereröffnung des Admiralspalastes mit Brandauer, Campino und der „Dreigroschenoper“ geplant war, entpuppte sich mehr oder weniger als tote Hose. Einen Tag später traten jedenfalls gegenüber im Berliner Ensemble Sänger, Schauspieler, Musiker, Regisseure, Schriftsteller, Politiker und Zeitzeugen in einer Brecht-Gala ins Rampenlicht und waren damit „Ungeheuer oben“. Nur das war ein wirklich großer, ein wahrhaft weltstädtischer Abend.

Mit dem Haus in der Friedrichstrasse 101 war es zu keiner Zeit einfach. Angefangen hatte es dort 1873 mit dem „Admirals-Gartenbad", eine Badeanstalt, die modernste Europas und eine der ersten in Berlin. Auf diesem Erbe wurde am 20. April 1911 der „Admiralspalast“ eröffnet. Unter einem Dach gab’s dann Eislauf, Therme, Café, Kegelbahn und Lichtbildtheater. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde wieder umgebaut. Im Revuetheater von Hermann Haller gab’s „Ereignisse, die man in Berlin mitmachen musste“.

Den letzten allgemein bekannten Umbau besorgte 1939 der Architekt Paul Baumgarten mit neoklassizistischen Ambiente nebst Einbau einer Mittelloge im ersten Rang. Es ist wohl auch davon auszugehen, dass die „Deutsche Staatsoper", die das Haus von 1945 an als Interimsspielstätte nutzte, sowie das am 21. Dezember 1955 eröffnete „Metropoltheater" weitere bauliche Veränderungen vornahmen ...

Der komplette Artikel:

ePaper
Teilen:
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hahn Homepage Powered by 1&1