Wellness auf dem Dach des Grand Hyatt. Foto Peter Hahn, 2004

 

Es kann schon eine Lust sein

Frankfurter Allgemeine, 25. November 2004

 

An Wellness ist nur eines neu: Die Sache kostet viel Geld. Nicht neu ist, dass der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland bereits seinem gestressten Patienten Goethe neben angenehmem Klima und freundlicher Umgebung Freizeitvergnügen, Geselligkeit, Gesellschaft und zwischenmenschliche Kontakte verordnete. Das Rezept hatte Erfolg: „Man steht um 5 Uhr auf, geht bey jedem Wetter an den Brunnen, spaziert, steigt Berge, zieht sich an, macht Aufwartung, geht zu Gaste und sonst in Gesellschaft. Man hütet sich weder vor Nässe, noch Wind, noch Zug und befindet sich ganz wohl dabey."

Mens sana in corpore sano, notierte einst der alte Grieche Hippokrates, nun aber scheint es, dass es Jahrhunderte nach Christi weder einen gesunden Körper noch einen gesunden Verstand gibt. 5,4 Millionen Deutsche schleppen ihre Körper regelmäßig zu Fitness und Wellness. Für das Jahr 2004 wird in diesem Land ein Umsatz von 68,8 Mrd. Euro erwartet. Training für den ganzen Körper und ganzheitliches Wohlbefinden ist die Devise, und so offeriert Google für Deutschland 49.600 und für Berlin 24.100 Seiten ...

 

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