Blick auf São Paulo. Foto Peter Hahn, 2007

 

Terraço Itália in São Paulo

Frankfurter Allgemeine, 28. Februar 2002

 

How nice, jubelte die Queen auf der Terraço Itália, it is majestic. Der überraschende Gefühlsausbruch ist mehr als dreißig Jahre her. Königin Elisabeth war in Brasilien und São Paulo wartete mit seinen Hochhäusern auf. Dabei waren damals nur zwanzig dieser Einhunderter in den Boden gesetzt.

Nach diesem Besuch ging es mit dem Bauen erst richtig los. In den zehn Jahren bis 1979 kamen 16 dazu, bis 1989 noch einmal 56 und bis 1999 sogar 87. Ende dieses Jahres könnte São Paulo die Dame mit 323 Wolkenkratzern entzücken. Kämen die Windsors erst 2003 oder 2004, dann könnte man auch das Edificio Caetano mit 233 Metern und 63 Etagen und das Edifício Xaxim mit 259 Metern und 70 Etagen präsentieren.

São Paulo zu lieben, fällt schwer, zu begreifen, erst recht, zu überblicken, vielleicht. Vorausgesetzt es regnet einmal nicht, läßt man sich wie einst die Königin zum Edificio Itália in die Avenida Ipiranga Nr. 344 fahren, nimmt einen der 12 Basisfahrstühle bis zur 30. Etage, wechselt hinüber in den Toplift und betritt Sekunden später in der 41. Etage die Lounge der Terraço Itália. Dort steht von Mittag bis Mitternacht ein junger Mann, der fortwährend damit zu tun hat, potentielle Kunden ins Restaurant und Visiteure wieder in den Fahrstuhl nach unten zu bitten ...

 

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