Alaçati, TAŞ OTEL. Foto Peter Hahn

 

Und zum Abschied Quittenkonfitüre

Frankfurter Allgemeine, 2. Mai 2002

 

Balnea, vina, venus: tribus his sum factus egenus. Dieses Sprichwort wollte mir nicht einfallen, als sich mein etwas fleischiger Whirlpoolnachbar darüber mokierte, dass der Whisky in diesem Fünfsternehotel zu teuer sei. Statt ihn auf die Erkenntnis der Römer hinzuweisen, wonach Bäder, Wein und Liebe bekanntlich arm machen, empfahl ich den Supermarkt. Er sei für drei Wochen in Çeşme und nun überlege er, ob er „nedd verlängern soll. Des warme Thermalwasser is subber un de Massasch nach de Hamman tut mer rischtisch gut. Iwwer des Büfedd kann man a nedd meckern“. Als ich ihn nachts an der Hotelbar sah, dachte er noch immer über die Verlängerung nach. Bei einem Whisky.

Diesen türkischen Ort wird also vor allem derjenige aufsuchen, der Wellness braucht und Kultur entbehren kann. Es ist zweifellos der Vorzug dieser Gegend, dass sie das Bedürfnis nach Romantik, nach Meer, Wind, Sonne und Strand, befriedigen kann und obendrein noch einiges für den verwöhnten Luxusmenschen übrig hat. Ob klassisches Spa, Thermalife, Thalasso, Kur, Beauty, Fitness, Reha oder eben nun Wellness, hier wird alles nach dem Geschmack der Zeit serviert ...

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