Herrenhaus Badingen. Foto Manfred Hamm

 

Ein Fest auf dem Lande: Mittelalterspektakel auf Badingen

Märkische Allgemeine, 16.Mai.1994

 

Wer den Namen Badingen hört, denkt an die schönsten Flecken in Schwaben und Baden, wo die häuslebauenden Alemannen ständig für Mehrwert sorgen und ein "ingen" einfach zum guten Ton eines Ortes gehört. Dieses Badingen aber liegt in der Mark Brandenburg und ungefähr da, wo das Ruppiner Land an die Uckermark grenzt. Die B 96 führt nahe vorbei. Gransee und Zehdenick sind die nächsten größeren Ansiedlungen.

Als der Ort einst gemeinsam mit dem Land Löwenberg an das Bistum Brandenburg fiel, gab es eine Urkunde, so daß das Straßendorf nachweislich auf 724 Jahre Geschichte verweisen kann. Damals hatte man den "Wendenkreuzzug" hinter sich und Albrecht den Bären, der den Slawen das Land weggenommen hatte und den Ortsneugründungen obendrein noch "fremde" Namen gab, die oftmals die Herkunft der neuen Siedler dokumentierte.

Die ganze Geschichte kommt einem in den Sinn, wenn Bürgermeisterin Gudrun Schulze vors versammelte Volk tritt und die Gäste aus Nah und Fern zum "Mittelalterspektakel auf Schloß Badingen" begrüßt. Alemannischer Geschäftssinn und preußisches Organisationstalent kommen da zusammen, wenn die fünfundfünfzigjährige ehrenamtliche Bürgermeisterin und hauptamtliche Versicherungsvertreterin alles auf einen Nenner bringt: "Unser Schloß braucht viele Spenden. Und weil wir nicht einfach nur so Ihr Geld wollten, haben wir uns ein Fest ausgedacht, wie man es etwa im Mittelalter gefeiert hat" ...

 

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