Caputh Kirche. Foto Peter Hahn, 2002

 

Caputh: Die Kirche muss im Dorf bleiben

Stülers Bau wurde vor 150 Jahren eingeweiht

Märkische Allgemeine, 1. Juni 2002

 

Weil "Seine Majestät in der letzten Zeit zu wiederholten Malen bei Kirchen die Basilikenform anzuordnen geruht haben", die bekanntlich konsequent nach altchristlichen Vorbildern in die Potsdamer Insellandschaft gesetzt wurden, blieben dem Architekt des Königs auch für den Bau der Caputher Kirche wenig Variationen.

Als Friedrich August Stüler am 19. Februar 1847 von Friedrich Wilhelm IV. beauftragt wurde, der Kirche unter "Beibehaltung der alten Mauern ein gefälligeres Aussehen" zu geben, hatte er in Erinnerung, dass S. M. Monate zuvor die Umbaupläne der Regierung Potsdam entschieden abgelehnt hatte: "Ich bin in all diese lästigen Details wohlüberlegt eingegangen, weil ich das Verpfuschen meiner liebsten Pläne wohl im Gedächtnis hatte."

Was macht ein Architekt, der von seinem Bauherrn verpflichtet wird, unter Wiederverwertung des Vorgängerbaus von 1598 zwischen Kiefern, Sand und Wasser eine Basilika zu errichten? Stüler misst mit Fuß, Elle und Zoll: Erst vor wenigen Tagen war er von einer Italienreise zurückgekehrt. Er erinnert sich an Fassade und Campanile von San Zeno Maggiore in Verona und konfrontiert seine italienischen Bilder mit der märkischen Tradition des Backsteinbaus.

Die Kirche von Caputh hat von beidem etwas, aber niemals könnte man behaupten, dass hier die Kopie eines Bauwerks oder einer Bauweise zu besichtigen ist. Es gibt viele Anklänge, aber das Eigene, das Individuelle Stülers dominiert ...

 

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