Schiffshebewerk Niederfinow. Luftaufnahme WNA Berlin

 

Der Bau des neuen Schiffshebewerks von Niederfinow

Märkische Allgemeine, 9. Januar 2007

 

Nichts war nach der Wiedervereinigung Deutschlands gegen die Empfehlung der Europäischen Gemeinschaft einzuwenden, den Ausbau des Wasserstraßennetzes voranzutreiben. Für den ostdeutschen Raum bedeutete das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17“ schließlich eine Anbindung an den bereits im Westen erfolgten Wasserstraßenausbau. Längst wissen wir aber, dass die Pläne von damals Illusion waren und „blühende Landschaften“ nicht in Sicht sind.

Geplant wurde weiter, nach Prognosen von einst. Bundesministerium für Verkehr, Bundesanstalt für Wasserbau, Wasser- und Schiffahrtsdirektion Ost, Wasserstraßen-Neubauamt und Wasser- und Schiffahrtsämter Berlin, Brandenburg und Eberswalde in Baulaune glückselig vereint im Kahn. Zur allseitigen Absicherung holten sich die Ämter selbstverständlich ganz uneigennützig agierende Ingenieurbüros, Consultingunternehmen und den Germanischen Lloyd als Spezialist für Schiffsneubauten heran. Die Mark Brandenburg soll mit Schubverbänden belebt werden. Unterm Strich sind dafür Ausbauten der Havel-Oder-Wasserstraße und des Teltowkanals im Gang.

Gemeinsam ist diesen beiden Wasserstraßen, dass sie von West nach Ost respektive von Ost nach West verlaufen. Sie wurden Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und erhielten vor der Freigabe in festlichen Akten den kaiserlichen Segen: Der Teltowkanal am 2. Juni 1906, der Havel-Oder-Kanal (unter den später ständig wechselnden Bezeichnungen Hohenzollernkanal, Großschiffahrtskanal und Schiffahrtsweg Berlin-Stettin) am 17. Juni 1914. Gemeinsam ist ihnen obendrein, dass beide – im Prinzip – um die Hauptstadt herum einen großen Bogen machen ...

 

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