Leukerbad. Foto Peter Hahn, 1994

 

Innen warmes Wasser, außen weiße Berge

In Leukerbad - Renaissance einer alten Kultur

Frankfurter Allgemeine, 30. März 1994

 

In den Gästebüchern stehen glänzende Namen. Guy de Maupassant war hier und Stendhal, Mark Twain, James F. Cooper, Iwan Turgenjew und James Baldwin, auch Pablo Picasso und Paul Valéry. Irgendwann kam auch Wladimir Iljitsch Lenin, aber danach wollte es mit der Prominenz nicht mehr so ganz klappen.

Wenn man wie einst Geheimrat von Goethe am 9. November 1779 den steilen Weg aus dem Rhônetal angeht und schließlich die letzte Schlucht bei Inden genommen hat, dann sieht man "den so schrecklich beschriebenen Gemmiberg und das Leukerbad an seinem Fuß, zwischen andern hohen, unwegsamen und mit Schnee bedeckten Gebirgen, gleichsam wie in einer hohlen Hand" liegend. Leukerbad liegt 1411 Meter hoch und doch in einem Loch. In den langen Wintermonaten geben die hohen Felswände der Sonne nur drei bis vier Stunden die Chance, ihre wärmenden Strahlen auf Häuser und Menschen zu schicken. Wer mehr davon will, muß die Gondeln von Torent- und Gemmibahn bemühen, um dann in Höhen von 2350 bis 2700 Meter Sonne, Schnee und Alpenpanorama zu genießen.

Leukerbad kennt man seit über 2500 Jahren. Weil irgendwann einmal Münzen, Urnen, Gräber und Grabbeilagen gefunden wurden, nimmt man an, daß schon die Römer die Annehmlichkeiten dieser Walliser Heilquellen schätzten. Hier kommen etwa zwanzig warme Quellen mit relativ hoher Konzentration von Sulfat, Kalzium, Strontium und Fluor aus dem Boden. Einige von ihnen wurden "gefasst". Die Rossquelle mit 44,2 Grad, die Armenquelle sowie die St.-Laurent-Quelle mit einer Temperatur von 51 Grad speisen seither die öffentlichen und hoteleigenen Bäder ...

 

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Impressionen aus Leukerbad

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